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Kapitel 5: Mein Arbeitsalltag bei Feinkost Käfer

So sieht mein Arbeitsalltag aus

Seit September mache ich meine Ausbildung zum Restaurantfachmann in der „Bavarie“, einem Restaurant in der BMW Welt, das Feinkost Käfer gehört. Ich arbeite gerne hier, mag das Team, die Gäste und das Restaurant. Es ist schön hier: Hohe Fenster, überall Pflanzen und viel Licht – ich fühle mich wohl.

Bis jetzt läuft meine Ausbildung wirklich gut. Ich hätte niemals gedacht, dass ich in so einem noblen Unternehmen enden würde – und hätte mich auch mit Sicherheit niemals dafür beworben. Doch dank dem Unterricht bei Turning Tables war ich qualifiziert und vorbereitet, konnte eine gute Bewerbung schreiben und Feinkost Käfer von mir im Vorstellungsgespräch überzeugen.

Hier seht ihr mich in meinem aktuellen “Revier”.

Mein momentanes „Revier“ ist die Bar. Dort habe ich bis jetzt am meisten gearbeitet. Bier einschenken, Kaffee machen, Wein entkorken, aber auch servieren, aufräumen und Gläser polieren – die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und gefällt mir gut. Am meisten Spaß macht mir das Cocktail-mixen, das ich hier bei Feinkost Käfer gelernt habe. Am Anfang kannte ich keinen einzigen Cocktail, mittlerweile weiß ich viele Rezepte auswendig. Außerdem muss ich an der Bar nicht so viel laufen wie beim Bedienen. Doch auch hier ist die Arbeit an langen Tagen anstrengend genug. Meistens fahre ich nach Feierabend direkt nach Hause und falle erschöpft in mein Bett. Wenn viel los ist, bleibe ich aber auch mal länger da und helfe meinen Arbeitskollegen aus. Mit ihnen verstehe ich mich wirklich gut, alle sind sehr offen und freundlich und so fühle ich mich an meinem neuen Arbeitsplatz sehr wohl.

Bevor ich morgens mit der Frühschicht anfange, lasse ich mir Zeit, um den Tag richtig zu beginnen. Zuhause mache ich mir ein großes Frühstück mit Spiegeleiern, gehe in Ruhe duschen und fahre dann,  bereit für die Arbeit, mit guter Laune zur BMW Welt. Dort angekommen, baue ich in der Regel erst einmal alles an der Bar auf. Dafür überprüfe ich, ob in den Kühlschränken der Bar bestimmte Getränke fehlen und fülle sie bei Bedarf auf. Dazu muss ich die Getränkekisten aus dem Lagerraum nach vorne an die Bar tragen. Das ist ein ganz schönes Work-out, denn die Kisten sind ziemlich schwer. Auch gut, dann kann ich mir das Fitnessstudio sparen.

Mir ist es sehr wichtig, dass mein Arbeitsplatz immer sauber ist. Natürlich zum einen, weil ich Platz zum Arbeiten brauche. Aber auch, weil ich auf herumliegenden Dingen am Boden ansonsten einfach ausrutschen und hinfallen könnte. Besonders mit vielen Gläsern oder einer schweren Getränkekiste in der Hand, könnte das ganz schön weh tun.

Davon abgesehen mag ich Ordentlichkeit und Sorgsamkeit. Das habe ich wohl noch im Blut, von meiner Ausbildung als Elektriker in meinem Heimatland. Dort kann schon ein kleiner Fehler dein letzter gewesen sein. Darum bin ich es gewohnt, sehr genau zu arbeiten. Ich glaube, dass das auch für meine Ausbildung bei Feinkost Käfer eine wichtige Stärke ist. Wenn mir jemand eine Aufgabe gibt, bearbeite ich sie zuverlässig und sorgsam. Manchmal dauert das dann vielleicht ein bisschen länger, als bei meinen erfahrenen Kollegen. Doch ich bin mir sicher, dass mit mehr Übung Routine eintreten wird und ich in meinen Aufgaben schneller werden werde.

Wie ich auch in meinem früheren Beruf als Elektroniker ist Ordnung und Sauberkeit sehr wichtig.

Bis jetzt durfte ich leider noch nicht meine eigenen Tische übernehmen. Wenn ich Gäste bedient habe, habe ich ihnen nur eben die gemachten Getränke serviert, da Bier und Cappuccino zum Beispiel schnell in sich zusammenfallen und daher direkt an den Tisch gebracht werden sollten. Aber das ist okay, ich bin mir sicher, dass sich das bald ändern wird. Bis dahin kann ich dann vielleicht auch schon ein bisschen besser Englisch und noch besser Deutsch und werde einfacher mit den Gästen kommunizieren können. Ich freue mich darauf!

Das sagt meine Ausbilderin über mich:

„Am Anfang der Ausbildung habe ich mir Gedanken gemacht, wie es für Rustam wohl sein wird, lediglich weibliche Vorgesetze zu haben. Nicht jeder Mann, der durch seinen kulturellen Hintergrund hauptsächlich männliche Autorität gewohnt ist, kann damit gut umgehen. Doch mit Rustam ist das kein Problem: Er ist unglaublich respektvoll und zuvorkommend. So übernimmt er zum Beispiel gerne das Tragen der schweren Tische für seine Arbeitskolleginnen oder räumt nach dem gemeinsamen Essen die leeren Teller des Teams unaufgefordert ab. Rustam ist sehr höflich, nicht nur den Gästen, sondern auch seinen Kollegen gegenüber und hat sich gut ins Team integriert.”

Ich glaube, dass die Ausbildung viele positive Auswirkungen auf Rustam haben wird und finde es darum wirklich toll, dass Rustam unser Feinkost Käfer Team unterstützt.

Danke für das Lesen. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in mein neues Leben geben!

 

 

 

 

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